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Tess Williams
Opening - September 7, 2017 / 7pm

September 8 - October 20, 2017

(Bitte scrollen Sie nach unten, um die deutsche Version zu lesen)
Translation: Veronika Streitwieser

Tess Williams (b.1985, London)
Through materiality, process and form, Tess Williams’ work explores what a painting can be beyond its frontal surface. She tests how far she can push her works toward textiles, collage or installation, without them ceasing to exist as ‘paintings’. Whilst constantly challenging the boundaries of the traditional picture frame, Tess aims to continually reference the history of painting as a medium.
Exploring how folds, creases and layers within the materials can not only act as a form of mark making, but also how they can reference bodily states and sensations. She responds to the sensual immediacy of these painterly transformative elements, and their effect on our experience of materiality with its capacity to suggest beyond itself. The initial stages of the paintings are made horizontally on the floor. She walks on them, sits on them, becoming physically immersed in them as the finished paintings begin to emerge.
Each piece of work is constantly in flux from start to finish. A painting may have taken on many different forms in the studio before it is ever exhibited. Restless about the outcome - paintings are ripped up, sewn back together, altered completely, allowing room for failure, eventually evolving to become a final piece. In a world where we can have anything quickly, and in our urban environment of speeded-up, hyper-information technology, the slow manual labour and intensive work that goes into many of Tess’s works is important to how they function as paintings: Trial and error, patience, and slowing down to appreciate the engaging physical and tactile aspects of painting – not just the visual.

Tess graduated from Central Saint Martins in 2015 with a Masters in Fine Art. Her work has since been exhibited at London galleries including Charlie Smith London, Griffin Gallery, The Dot Project, Unit 1 Gallery and at Galerie L’Inssable, Paris and Galerie Heike Strelow, Frankfurt. She lives and works in London

Tess Williams (*1985, London)
Die Arbeiten von Tess Williams erforschen durch Stofflichkeit, Prozess und Form das Wesen eines Bildes jenseits seiner frontalen Oberfläche. Sie lotet aus, wie weit sie mit ihren Arbeiten in Richtung Textilien, Collagen oder Installation gehen kann, ohne dass diese aufhören als ‚Gemälde‘ zu existieren. Während Tess Williams stetig die Grenzen des traditionellen Bilderrahmens in Frage stellt, ist ihr Ziel doch immer, sich auf die Geschichte der Malerei als Medium zu berufen. Sie erkundet, wie Faltungen, Knicke und Schichten innerhalb der Materialien nicht nur als eine Form der Markierung fungieren, sondern auch, wie sie auf körperliche Zustände und Sinneseindrücke verweisen können. Sie reagiert auf die sinnliche Unmittelbarkeit dieser malerischen Elemente der Transformation und deren Wirkung auf unsere Erfahrung von Stofflichkeit, die über sich selbst hinaus als Suggestion wirken können.
Die ersten Schaffensstadien der Bilder finden horizontal auf dem Boden statt. Sie läuft auf ihnen herum, setzt sich darauf, stellt eine physische Verbindung zu ihnen her, während sich daraus schrittweise die endgültigen Werke entwickeln.
Jedes Werk ist von Anfang bis Ende kontinuierlich im Fluss. Ein Bild hat möglicherweise im Atelier bereits viele verschiedene Formen angenommen, ehe es zum ersten Mal einem Publikum präsentiert wird. Die Künstlerin ist bei der Schaffung ihrer Werke unaufhörlich in Bewegung – Bilder werden zerrissen, wieder zusammengenäht oder völlig verändert. Sie lässt auch Raum für missglückte Versuche, und über diesen Verlauf findet die Entwicklung hin zum endgültigen Werk statt.
In einer Welt, in der für uns alles schnell zu haben ist, und in unserem urbanen Umfeld der immer schneller werdenden, alles beherrschenden Informationstechnologie spielt die langsame Handarbeit und intensive Anstrengung, die in vielen der Werke von Tess Williams steckt, eine bedeutende Rolle dabei, wie sie als Bilder funktionieren: Versuch und Irrtum, Geduld und Entschleunigung als Mittel, den Dialog mit den physischen und taktilen Aspekten des Bildes aufzunehmen – nicht nur den visuellen.

Tess Williams schloss 2015 ihr Studium am Londoner Central Saint Martins College of Arts and Design mit einem Master in Bildender Kunst ab. Ihre Arbeiten waren seitdem in verschiedenen Londoner Galerien, darunter Charlie Smith London, Griffin Gallery, The Dot Project, Unit 1 Gallery, sowie in der Galerie L’Inssable, Paris, und der Galerie Heike Strelow, Frankfurt, zu sehen. Sie lebt und arbeitet in London.